Lesungen und Musik im studioRose

Klavierspielerin

Im Rahmen der Ausstellung Weltenraum von Jan Davidoff finden im studioRose drei Lesungen mit musikalischer Begleitung statt.

Claus Peter Lieckfeld liest aus seinem im Herbst erscheinenden Buch „Die Wiederkommer“, Katalin Fischer aus ihrer Familiensaga, und Marie Waldburg stellt „Die Künstler vom Ammersee“ vor. Musikalisch begleitet werden die Lesungen jeweils von der Sängerin Silke Hohagen und der Pianistin Katja Brandl Köhlen.

21. Juni: Claus Peter Lieckfeld

Claus-Peter Lieckfeld

Der am Rand der Lüneburger Heide aufgewachsene Claus Peter Lieckfeld arbeitete als Journalist beim NDR und später bei Horst Sterns Umweltmagazin, dessen Gründungsmitglied er war. In den Neunzigern war er Chefredakteur einer Buchreihe des WWF und schrieb für Geo, Zeit, mare, Merian, Stern und andere.
Er verfasste Sachbücher (unter anderem „Tatort Wald“ und „More than Honey“) und Romane wie „Anwalt der Hexen“ und zuletzt „Die Flucht des großen Jägers“.
Lieckfeld liest im Garten des studioRose aus „Die Wiederkommer – Die Rückkehr von Bär, Wolf, Luchs, Biber und Rabe“. Das Buch erscheint im September 2020.

26. Juni: Katalin Fischer

Katalin Fischer ist Journalistin, Autorin, Regisseurin und liest im studioRose kurze Sachen unter dem Motto: Das Leben – ein Abenteuer. Es passiert so vieles, was als Erlebnis vielleicht klein ist, aber wenn man in sich selbst drinsteckt, dann ist es wichtig und unvergesslich.
Fischer liest aus zwei Kompilationen. Die eine betrifft Erlebnisse aus frühester Kindheit, die andere das Leben als Journalistin. Es sind kleine Sachen, auf die sehr, sehr nahe und genau hingeschaut wird. Es sind seltsame, nachfühlbare, komische Sachen – Pralinen des Lebens, bittere, süße und solche, über die man lachen kann.

28. Juni: Marie Waldburg

Marie Waldburg wuchs im Allgäu auf und studierte in Heidelberg, Paris und München. Von 1976 bis 1999 war sie bei der Münchner Abendzeitung als Gesellschaftskolumnistin tätig, mit den Schwerpunkten Schauspiel, Film und Mode. Von 2000 bis 2016 arbeitete sie Chefin der Society-Kolumne bei der Illustrierten Bunte und berichtete von allen wichtigen Events, wie den etwa den Golden Globes oder den Oscars.
Durch ihren Beruf und ihre ausgeprägte Leidenschaft für Kunst und Kultur ist sie regelmäßig auf den wichtigsten Kunstmessen der Welt in Basel, Miami, Köln, Berlin und Zürich zu finden. Marie Waldburg lebt und arbeitet in München und Greifenberg.
Im Garten des studioRose liest sie aus „Die Künstler vom Ammerse“.

Musikalisches Programm

Begleitet werden die Lesungen von der Sängerin Silke Hohagen und der Pianistin Katja Brandl Köhlen mit folgenden Stücken:

Silke Hohagen
  • Summertime
  • Begrüßung durch Jan Davidoff
  • Was immer mir der Wind erzählt (Wecker)
  • Was ist der Sinn
  • Kleines Herbstlied (Wecker)
  • Lesung
  • Gefrorenes Licht (Wecker)
  • What a wonderful world

Termine

21. Juni 2020, 18:00 Uhr: Claus Peter Lieckfeld – „Die Wiederkommer“ (erscheint  im September 2020)
26. Juni 2020, 18:00 Uhr: Katalin Fischer – „Kein erster Schnee“ und „Journalistin“
28. Juni 2020 11:00 Uhr: Marie Waldburg – „Die Künstler vom Ammersee“

Es gelten Maskenpflicht und gesetzliche Abstandsregeln
studioRose, Bahnhofstrasse 35, Schondorf am Ammersee
Veranstalter: studioRose

Solokonzert Annette Rießner

Annette Rießner

Am 17. Mai 2020 spielt die Dießener Akkordeonistin Annette Rießner ein Solokonzert im studioRose. Das Konzert sollte ursprünglich im Rahmen der Diessener Münsterkonzerte stattfinden. Wegen der aktuellen Covid-19 Beschränkungen ist das nicht möglich. Deshalb wird die Veranstaltung nun als Livestream aus dem studioRose übertragen.

Annette Rießner: „Ganz besonders freue ich mich darauf, eines der Solokonzerte dieser Saison nun doch spielen zu dürfen, wenn auch im Livestream. Das Studio Rose in Schondorf hat freundlicherweise hierfür die akustisch absolut perfekten Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, Jan Davidoff unterbricht für diesen Anlass den Aufbau seiner aktuellen Ausstellung. Hierfür ein großes Dankeschön!

Auf dem Programm stehen Kompositionen von Domenico Scarlatti, César Franck, Jürgen Ganzer, John Dowland und Olivier Messiaen.

Die Künstlerin

Annette Rießner studierte Akkordeon in Ufa/Baschkirien (Russland), Berlin und Freiburg und Kulturmanagement an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Sie ist Preisträgerin verschiedener nationaler und internationaler Wettbewerbe und erhielt Förderung durch die Yehudi-Menuhin-Stiftung „live music now“.

Von 2010 bis 2013 unterrichtet Annette Rießner Fachmethodik Akkordeon an der Hochschule für Musik Freiburg.
Seit 2015 lebt Annette Rießner am Ammersee und gründet 2016 die die Konzertreihe „Hauskonzert am Ammersee“.

http://www.annetteriessner.de

Solokonzert Annette Rießner

Livestream aus dem studioRose, Schondorf am Ammersee
17. Mai 2020, 17:00 Uhr

Wir freuen uns über freiwillige Eintrittsspenden auf das Konto Freunde der Dießener Münsterkonzerte e.V., Sparkasse Landsberg-Dießen, IBAN: DE 14 7005 2060 0022 0151 19, BIC: BYLADEM1LLD, Betreff „Spende Konzert Rießner“

Jan Davidoff im atelierRose

Der Maler Jan Davidoff im Atelier

Mai bis Juli 2020
Gespräche mit dem Künstler nach Voranmeldung möglich
studio-rose@schondorf.de
studioRose, Bahnhofstrasse 35, Schondorf am Ammersee
Veranstalter: studioRose

Von Mai bis Juli 2020 wird der Maler Jan Davidoff als erster „Artist-in-Residence“ im Schondorfer atelierRose arbeiten. Der international erfolgreiche Künstler spürt in seinem Werk den Grenzen von Natur und Kultur nach. Er lässt sich dabei von der ihn umgebenden Landschaft inspirieren, doch seine Malerei geht über eine reine Dokumentation weit hinaus.

Die Sogkraft der Natur

Jan Davidoff: Astung, 2014, Mischtecnnik

Seine teils sehr farbstarken, teils auf Basis graphischer Reduktion nahezu holzschnittartigen Gemälde erweitern durch Abstrahierungen die Sichtweise des Betrachters. So wird jenseits der tatsächlichen Begegnung mit der Natur deren Sogkraft spürbar.

Stimmen zum Projekt

„Ich freue mich, dass wir mit Jan Davidoff einen international renommierter Künstler für unser Artist-in-Residence Programm im atelierRose gewinnen konnten. Neben der Monumentalität der Werke fasziniert mich, dass ich beim Betrachten des Naturgegenstandes Dinge assoziiere, die ein anderer so nicht sieht. Zum Beispiel zeigt sich mir ein starker Ast als Figur eines Menschen, der sich wie ein Gigant gegen den Himmel stemmt. Wie in einem Wimmelbuch erschließen sich immer wieder neue Gegenstände und Perspektiven, die mich nicht ermüden lassen, das Bild erneut anzuschauen.“

Dr. Silvia Dobler, Kuratorin

„Natur im 21. Jahrhundert präsentiert sich vorwiegend als kulturhistorische Landschaft. Daraus ergibt sich ein Zusammenhang oder vielleicht doch ein Widerspruch, der mich zunehmend fasziniert: In welchem Wechselspiel befinden sich Mensch und Natur? Beeinflusst Kultur Natur? Es geht mir nicht um eine Naturidylle, sondern um ‚das Unbehagen in der Natur‘, wie Slavoj Žižek es einmal genannt hat.“

Jan Davidoff

Vita

Jan Davidoff, Schondorf am Ammersee

Jan Davidoff (* 1976 in Norden) schloss 2009 sein Studium der Malerei bei Prof. Günther Förg an der Akademie der Bildenden Künste in München ab. Studienreisen führten ihn anschließend nach China, Indien, Südostasien und Amerika.
Seine Werke wurde in zahlreichen nationalen wie internationalen Ausstellungen (u.a. TS Art Projects Berlin, Museum Villa Stuck München) präsentiert.
Neben verschiedenen Kunstpreisen (2014 Art Award Kreis Offenbach), arbeitete Davidoff zuletzt im Rahmen eines Atelierstipendiums der Eskff Eileen Kaminsky Foundation in New York.
Website: http://jandavidoff.de/

Elementarzeichnungen von Andreas Kloker

Andreas Kloker Elementarzeichnungen im studioRose

Wegen des Coronavirus musste die Performance „Elementarzeichnungen“ leider abgesagt werden.
Wir informieren Sie hier, falls sich ein Alternativtermin für diese Veranstaltung findet.

7., 8. und 9. April 2020
jeweils 20:00 Uhr
studioRose, Bahnhofstrasse 35, Schondorf am Ammersee
Veranstalter: studioRose

Es ist mittlerweile eine schöne Tradition in Schondorf, dass Andreas Kloker in den Tagen vor Ostern seine „Elementarzeichnungen“ zeigt. Er zeichnet dabei mit Wasser auf einer Schiefertafel. Durch die Wärme im Raum verdunstet das Wasser schon beim Zeichnen, und die Bilder verändern sich ständig.

„Elementarzeichnungen von Andreas Kloker“ weiterlesen

Weltenraum – Jan Davidoff

Jan Davidoff im Atelier

22. Mai bis 28. Juni 2020
Auftaktveranstaltung:
22. Mai 2020, 16:00 bis 21:00 Uhr
Es gelten Maskenpflicht und gesetzliche Abstandsregeln

Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag 10:00 bis 12:00 Uhr und 16:00 bis 18:00 Uhr
Donnerstag 16:00 bis 18:00 Uhr
Freitag 10:00 bis 12:00 Uhr und 16:00 bis 18:00 Uhr
Samstag, Sonntag 15:00 bis 18:00 Uhr
Führungen durch die Ausstellung nach Voranmeldung möglich
studio-rose@schondorf.de
studioRose, Bahnhofstrasse 35, Schondorf am Ammersee
Veranstalter: studioRose

Um die Bilder des Malers Jan Davidoff zu sehen, muss man sonst nach Berlin oder Frankfurt, nach München oder Hamburg, zur Art Karlsruhe oder Art Miami fahren. Das studioRose holt den international erfolgreichen Künstler jetzt zu einer Ausstellung nach Schondorf.

„Weltenraum – Jan Davidoff“ weiterlesen

Das Forum Romanum – Die Antike zu Gast in Schondorf

Forum Romanum

Wegen des Coronavirus musste die Ausstellung leider abgesagt werden.

5. – 10. Mai 2020
Öffnungszeiten; Dienstag – Sonntag
jeweils 10:00 – 12:00 und 14:00 – 18:00 Uhr
Führungen durch die Ausstellung nach Voranmeldung möglich
studio-rose@schondorf.de oder 0174/1879464
studioRose, Bahnhofstrasse 35, Schondorf am Ammersee
Veranstalter: studioRose

Wie überall in Europa, war die Römerzeit auch am Ammersee eine prägende Phase in der Entwicklung der Region. Heute sind davon nur noch wenige Reste zu sehen, beispielsweise die Fundamente der Villa Rustica in Schondorf.

In Kooperation mit der Antikensammlung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg macht das studioRose diese historische Epoche erfahrbar.

„Das Forum Romanum – Die Antike zu Gast in Schondorf“ weiterlesen

Lisa Frank liest Edgar Allan Poe

Edgar Allan Poe

9. Februar 2020, 18:00 Uhr
studioRose, Bahnhofstrasse 35
Schondorf am Ammersee
Veranstalter: Schondorfer Kreis

Am 9. Februar liest Lisa Frank im Studio Rose zwei Geschichten von Edgar Allan Poe. Sie hat dafür die beiden Kurzgeschichten „Die Maske des roten Todes“ und „Das verräterische Herz“ ausgewählt. Musikalisch begleitet wird sie an dem Abend von Johannes Sift auf der Ziehharmonika.

Edgar Allan Poe

Der 1809 in Boston, Massachusetts geborene Poe schlug sich nur mühsam als Schriftsteller, Redakteur und Literaturkritiker durchs Leben. Wegen der düsteren Atmosphäre der meisten seiner Geschichten wurde er in der Öffentlichkeit als alkoholabhängiger und möglicherweise opiumsüchtiger Sonderling hingestellt.

Erst nach seinem Tod erkannten andere Literaten die Qualität seiner Arbeiten. Durch die Übersetzungen von Charles Baudelaire und Stéphane Mallarmé wurde Poe in Europa bekannt. Zu den Schriftstellern, die von ihm inspiriert wurden gehörten Oscar Wilde, Jules Verne, Franz Kafka, Vladimir Nabokov oder Arthur Conan Doyle, der Schöpfer des Sherlock Holmes.

Mehr als Gruselgeschichten

Auch wenn die Erzählungen von Edgar Allan Poe äußerlich oft wie Kriminal- oder Gruselgeschichten wirken, verhandeln sie doch tiefere menschliche Fragen. Lisa Frank hat für diesen Abend zwei sehr typische Beispiele ausgesucht.

Buchumschlag

In „Das verräterische Herz“ schildert der Erzähler einen Mord, den er begangen hat. Dabei betont er immer wieder, dass er keineswegs wahnsinnig, sondern von völlig klarem Verstand sei. Die anfangs noch wirklichkeitsnah erscheinende Kriminalgeschichte entwickelt sich zu einem Verwirrspiel, in dem Realität und Einbildung am Ende nicht mehr zu trennen sind.

Auch die 1842 erschienene „Maske des roten Todes“ ist mehr als eine Gruselgeschichte. Eine dekadente Gesellschaft feiert auf dem Schloss des Prinzen Prospero ein rauschendes Fest. Gleichzeitig werden vor den Burgmauern die Menschen von einer Seuche, dem titelgebenden roten Tod, dahingerafft. Die Geschichte zeigt letztlich, dass sich eine kleine Elite nicht vor dem Unheil in der Welt verstecken kann, auch wenn sie sich hinter dicken Mauern einschließt.

Lisa Frank

Lisa Frank list im studioRose Schondorf
Lisa Frank

Lisa Frank-Ravel ist in München geboren und aufgewachsen, kam aber schon in sehr jungen Jahren zur Ausbildung an die Schauspielschule nach Zürich. Sie begann ihre schauspielerische Laufbahn am Stadttheater Konstanz, um dann über Engagements in Frankfurt und Hamburg wieder nach München zurückzukehren.

In ihrer Heimatstadt boten sich die unterschiedlichsten Möglichkeiten zu spielen. So waren Film- und Fernsehrollen ebenso dabei wie Tournee-, Boulevard- oder klassisches Theater, wie die Kammerspiele und zuletzt das Residenztheater.

Dann kam sie mit ihrer Familie nach Schondorf, wo sie nun schon viele Jahre lebt. Hier entdeckte sie, dass auch Regieführen viel Spaß und Freude machen kann, und hat mit Kindern und Laienschauspielern bereits einige Produktionen einstudiert.

Johannes Sift

Der Akkordeonspieler Johannes Sift
Johannes Sift

Für den musikalischen Rahmen sorgt an diesem Abend der Harmonikaspieler Johannes Sift. Sift ist bekannt als Mitglied des Trios „Quetschendatschi“ und der Formation „Liadhaber“, mit der er bereits mehrere Platten eingespielt hat.

Zuletzt veröffentlichte er unter eigenem Namen die CD „Knopfdruck“. Hier spielt Sift auf der diatonischen Knopfharmonika traditionell überlieferte Titel der bayerischen, schwäbischen und fränkischen Volksmusik, aber auch Eigenkompositionen und Stücke aus den Musiktraditionen Osteuropas, Englands oder Frankreichs.

Lisa Frank liest Edgar Allan Poe

studioRose
Bahnhofstrasse 35
Schondorf am Ammersee
9. Februar 2020, 18:00 Uhr
Eintritt frei

Heinz Rose – Die zwanziger Jahre

Ausschnitt aus einem Bild von Heinz Rose

25. 1. bis 8. 3. 2020
Dienstag bis Samstag 10:00 bis 17:00 Uhr
Sonntag 14:00 bis 17:00 Uhr
Montag geschlossen

Stadtmuseum Weilheim
Marienplatz 1
82362 Weilheim
www.museum.weilheim.de
Veranstalter: studioRose

Das Studio Rose zu Gast im Stadtmuseum Weilheim. Unter dem Titel „Heinz Rose – Die zwanziger Jahre: Schondorf – München – Berlin“ zeigt eine Ausstellung Bilder des Schondorfer Malers Heinz Rose.

„Heinz Rose – Die zwanziger Jahre“ weiterlesen

Paul Paede – Ein deutscher Impressionist

Mädchen aus Diessen von Paul Paede im studioRose Schondorf

1. bis 23. Juni 2019
studioRose, Bahnhofstrasse 35
Schondorf am Ammersee
Veranstalter: studioRose

Der Maler Paul Paede (1868–1929) lebte lange Zeit in Schondorf am Ammersee. Der See und die Menschen aus der Region sind Motive vieler seiner Bilder. Paede gehört zusammen mit Max Liebermann, Lovis Corinth oder Max Slevogt zu den bedeutenden deutschen Vertretern des Impressionismus.

Es ist erstaunlich, dass das Werk dieses Künstlers noch nie in einer umfangreichen Einzelausstellung zu sehen war. Das Studio Rose bietet nun die längst überfällige Gelegenheit, sich mit allen Facetten dieses Malers auseinanderzusetzen.

Leben und Werk

Fotografie des Malers Paul Paede

Paul Paede wurde 1868 in Berlin geboren. Auf Wunsch seines Vaters machte er eine Ausbildung zum Lithographen, und arbeitete dann bei der damals sehr angesehenen Druckerei Edler & Krische in Hannover. Hier nahm er bereits Malunterricht, bevor er sich 1900 entschloss, sich stärker der Kunst zu widmen.

Paede übersiedelte nach Bayern und studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Ludwig von Löfftz. Vermutlich hat er hier Lovis Corinth kennen gelernt, der ebenfalls ein Schüler von Löfftz war.

Paede erhielt bereits nach dem ersten Semester ein Stipendium, und stellte im Münchner Kunstverein aus. In dieser Zeit erfolgte eine verstärkte Hinwendung zur Aktmalerei, da es „kaum jemand (gab, der) die Aktmalerei so meisterhaft beherrschte, wie der noch junge Paede“, wie sein Biograph Artur Eitler schreibt.

Paede am Ammersee

Ab 1912 unternimmt der Maler mehrere Auslandsreisen, und schafft für sich und seine Familie einen Rückzugsort in Schondorf. Gerne hielt er sich hier am Strand des Ammersees auf oder ruderte mit einem Boot zur anderen Uferseite.

Badendes Paar von Paul Paede im studioRose Schondorf

Viele seiner Bilder dieser Zeit zeigen den See oder Badende. Natürlich fand der passionierte Aktmaler Paede hier eine Fülle von Motiven. Später wurde Paede augenzwinkernd als „Rubens des Impressionismus“ tituliert. Es ist schade, dass er in diese Schublade gesteckt wurde, denn Paul Paede hat viel mehr zu bieten, als nur elegant in Pastellfarben hingetupfte Frauenkörper.

Dank zahlreicher Leihgaben aus ganz Deutschland und sogar aus Übersee bietet die Ausstellung im Studio Rose die Möglichkeit, alle Aspekte seines Werks kennenzulernen.

Rahmenprogramm

Zur Vernissage spricht Dr. Jörg Daur eine Einführung. Er ist Stellvertretender Direktor und Kustos „Moderne und Zeitgenössische Kunst“ des Museum Wiesbaden. Musikalisch umrahmt wird die Eröffnung von der Mezzosopranistin Henrike Paede, begleitet von Stephanie Knauer am Klavier.

Zur Ausstellung erscheint ein von der Gemeinde Schondorf produzierter, reich bebilderten Katalog. Dr. Silvia Dobler, die Kuratorin der Ausstellung, wird an einigen Tagen Führungen anbieten.

Heinz Rose: Mythologische Bilder

Skizze zu Achill und Priamos von Heinz Rose

4. bis 27. Oktober 2019
studioRose, Bahnhofstrasse 35
Schondorf am Ammersee
Veranstalter: studioRose

Das studioRose präsentiert vom 5. bis 27. Oktober 2019 über 50 Werke des namensgebenden Künstlers Heinz Rose (1902–1971). Erstmals seit der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Sammlung Rose durch die Kuratorin Dr. Silvia Carola Dobler werden unbekannte Grafiken und Bilder aus drei Jahrzehnten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Dr. Dobler führt durch die Heinz Rose Ausstellung im studioRose Schondorf
Führung mit Kuratorin Dr. Silvia Dobler
„Heinz Rose: Mythologische Bilder“ weiterlesen