Über uns

Das studioRose befindet sich in der Bahnhofstraße 35 in Schondorf am Ammersee. Es liegt auf dem Grundstück der Malerfamilie Rose, zu der die Brüder Heinz (1902-1971) und Walter Rose (1903-1964) gehören. Das Areal umfasst neben dem Wohnhaus, dem Ausstellungsraum und dem Atelier von Walter Rose, auch einen großen Gartenbereich.

Das Ausstellungsgebäude

1987 ließ Renate Rose, die Frau des 1971 verstorbenen Künstlers Heinz Rose, das sakral anmutende Gebäude des studioRose durch den Architekten Christian Elingius errichten. Ihre Intention war es, die Arbeiten ihres Mannes und dessen Bruders einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In den letzten Jahren fanden hier eine Vielzahl von Lesungen, Vorträgen und Ausstellungen von Künstlern aus der Ammerseeregion statt.

Das studioRose heute

Träger ist heute die Gemeinde Schondorf. Es wurde ihr 2014 zusammen mit dem künstlerischen Nachlass von Heinz Rose von dessen Witwe, Renate Rose, testamentarisch vermacht.

Renate Rose
Renate Rose

Zum künstlerischen Nachlass von Heinz Rose gehören neben 204 Werken in Öl auf Leinwand bzw. auf Hartfaserplatte, 1687 grafische Arbeiten. Sie wurden von der Kuratorin Dr. Silvia Dobler zwischen 2017 und 2019 wissenschaftlich aufgearbeitet und für das Nachlassgericht geschätzt.

Ausstellungen und Kooperationen

Seit 2020 zeigt das studioRose Ausstellungen von der Antike bis zur Gegenwartskunst.
Jährlich werden rund fünf Ausstellungen präsentiert. Sie werden vor allem an den Wochenenden von kulturellen Veranstaltungen wie Lesungen und Konzerten begleitet, die bei gutem Wetter auch im Gartenbereich stattfinden.

Forum Romanum im studioRose
„Forum Romanum“ in Kooperation mit der Universität Erlangen-Nürnberg

Für Ausstellungen werden der 11 m2 große Vorraum sowie der 56 m2 große Hauptraum des Studios genutzt. Jeder Ausstellung liegt ein eigenes, besonderes Raum- und Lichtkonzept zugrunde.

Das atelierRose

Im August 2018 konnte die Gemeinde das Atelioer von Walter Rose erwerben, das auf dem selben Grundstück, gegenüber dem studioRose steht. Der Atelierbau stammt aus den frühen 30er Jahren des 20. Jahrhunderts und diente Walter Rose, dem jüngeren Bruder von Heinz Rose, bis zu seinem Tod als Wirkungsstätte. Das atelierRose wird mittlerweile ebenfalls als Ausstellungsraum und für ein Artist-in-Residence Programm genutzt.

Jan Davidoff atelierRose

Den hier abwechselnd tätigen Künstlern kann bei ihrer künstlerischen Tätigkeit zugesehen werden. Sie laden Besucher zum Dialog ein und stellen so eine lebendige Verbindung zwischen Kunstschaffenden und Gesellschaft her. Die Ergebnisse der Artists-in-Residence werden im Rahmen von Ausstellungen präsentiert.

Kunstvermittlung

Dr. Silvia Dobler führt durch das studioRose

Während der Ausstellungen finden Führungen durch die Kuratorin statt. Es besteht ein museumspädagogisches Konzept für Schüler und Kinder, und es werden Führungen vom Kindergarten- bis zum Seniorenalter angeboten. Der Eintritt ist frei. Bei Führungen für Erwachsene wird um eine Spende gebeten.

Die Kuratorin

Silvia Dobler, Kuratorin studioRose, Schondorf am Ammersee
Dr. Silvia Dobler (Photp © Yorck Dertinger)

Silvia Carola Dobler hat Kunstgeschichte, Christliche Archäologie und Klassische Archäologie in Erlangen und in Rom studiert. Das Studium schloss sie an der Universität Erlangen mit einer Arbeit über den Maler Matthias Lettenbichler (1610–1674) ab.

Von 2003 bis 2012 war sie Doktorandenstipendiatin, wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Datenbank-Projekt zur römischen Barockmalerei (ArsRoma) sowie Forschungsstipendiatin an der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in Rom.

2008 wurde sie an der Universität Bonn mit einer Arbeit über scheinarchitektonische Dekorationssysteme in Italien und im deutschsprachigen Raum promoviert.
Von 2007 bis 2008 arbeitete Silvia Dobler in einer römischen Gipsabguss-Werkstatt, im Wintersemester 2010/11 unterrichtete sie am Institut für Kunstgeschichte an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck und im Wintersemester 2012/13 war sie Dozentin an der Volkshochschule Landsberg am Lech. Darüber hinaus ist sie seit 2017 Mitarbeiterin und Kursleiterin für Archäologie, Kunstgeschichte und Theater in der Monami der Montessori-Schule in Inning.

Bei der Gemeinde Schondorf ist Silvia Dobler seit 2017 tätig. Von 2017 bis 2019 schätzte sie im Auftrag der Gemeinde Schondorf den künstlerischen Nachlass von Heinz Rose (1902–1971) für das Nachlassgericht und realisierte unter anderem 2019 die Ausstellungen „Paul Paede. Ein deutscher Impressionist“, sowie „Heinz Rose (1902–1971). Mythologische Bilder – von der Zeichnung zum Werk“. 2020 hat sie die Leitung des studioRose und des atelierRose übernommen, wo Ausstellungen von der Antike bis zur Gegenwart sowie einheimische und international erfolgreiche Künstler*innen gezeigt und auch gefördert (Artist-in-Residence und Atelier-Stipendium) werden.

Publikationen

Bücher:

  • Egid Schor. Der Transfer illusionistischer Barockmalerei von Süden nach Norden, Innsbruck, Wien, Bozen 2012 (ISBN 978-3-7065-5145-8)
  • Matthias Lettenbichler (1610-1674). Studien zu Leben und Werk, Erlangen 2005 (ISBN 3-925325-27-1)

Ausstellungskataloge

  • Wunderbar naiv. Die bunte Bilderwelt des Max Raffler. Katalog zur Ausstellung im Studio Rose vom 17. Juli bis 2. August 2020, hrsg. v. Gemeinde Schondorf, Schondorf 2020
  • Jan Davidoff Weltenraum. Katalog zur Ausstellung im Studio Rose vom 22. Mai bis 28. Juni 2020, hrsg. v. Gemeinde Schondorf am Ammersee, Schondorf 2020
  • Paul Paede. Ein deutscher Impressionist. Katalog zur Ausstellung im Studio Rose Schondorf vom 1. bis 23. Juni 2019, hrsg., v. Gemeinde Schondorf am Ammersee, Schondorf 2019

Aufsätze

  • Carlo Cesare Malvasia und die Begriffsfindung der Quadratura, in: Quadratura: Geschichte, Theorie, Technik, hrsg. v. Matthias Bleyl u. Pascal Dubourg Glatigny, Berlin, München 2001, S. 197-204
  • Egid Schor in der „Graphischen Sammlung Roschmann“, in Anton Roschmann (1694-1760). Aspekte zu Leben und Wirken des Tiroler Polyhistors, hrsg. v. Florian M. Müller und Florian Schaffenrath, Innsbruck 2010, S. 101-118
  • Die Freskierung der Stamser Chorkapellen im Zisterzienserstift Stams durch Egid Schor als Ausdruck künstlerischer Vielseitigkeit, in: Christina Strunck (Hrsg.), Ein Regisseur des barocken Welttheaters. Johann Paul Schor und die internationale Sprache des Barock (Römische Studien der Bibliotheca Hertziana, Bd. 21), München 2008, S. 155-170
  • Frauen im Oikos, in: Kat. Ausst. Zwischen Herd und Ekstase. Antikensammlung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, hrsg. v. Yasmin Olivier u. Manuela Wagner, Erlangen 1998

Lexikoneinträge

  • Scheinarchitektur, in: Enzyklopädie der Neuzeit, hrsg. v. Friedrich Jaeger, Bd. II, Renaissance-Signatur, Stuttgart 2010, S. 687-691
  • Schor, Künstlerfamilie aus Innsbruck (kath.), in: Neue deutsche Biographie, hrsg. v. d. Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Bd. 23, Berlin 2007, S. 477-481

Rezensionen

  • Die Malerfamilie Bocksberger aus Salzburg: Malerei zwischen Reformation und italienischer Renaissance / Susanne Kaeppele. – Salzburg: Eigenverlag des Vereins „Freunde der Salzburger Geschichte“, 2003. – (Salzburger Studien. Forschung zu Geschichte, Kunst und Kultur; 5), in: Journal für Kunstgeschichte, 8.2004 No.4, p.366-368